Am nächsten Morgen bin ich durchgeschwitzt aufgewacht, weil das Wetter echt wärmer war als ich gedacht hatte. Noch etwas konfus von meiner neuen Umgebung rappelte ich mich zu einem Frühstück auf... erm Frühstück? Was sollte ich überhaupt frühstücken? Dunkel erinnerte ich mich, dass Thomas mir am Vorabend etwas von "Cereals and milk" erzählt und gezeigt hatte, und so mixte ich mir ein schmackhaftes Banane-Nuss-Müsli zusammen.
Es stellte sich direkt nach dem Frühstück folgendes Problem: Dem Laptop ging langsam aber sicher der Saft aus. Und das dumme Travel Adapter, das ich mir im Real gekauft hatte, hatte an Stelle der Schutzkontakte zwei Plastikstege, die aber gute zwei Millimeter zu breit waren, sodass ich keinen Stecker in den Adapter stecken konnte! Da das mein einziger Adapter war, den ich mitgebracht hatte, musste ich improvisieren: Email an Thomas, mit der Frage nach einem Seitenschneider oder einer Spitzzange. Plastikstege gestutzt, et voilà: Es gab Saft für das Notebook, und der Tag war gerettet. Inzwischen hatte sich auch der dritte Mitbewohner Björn per Email bei mir gemeldet und sich entschuldigt, dass er am Vorabend schon im Bett war - Ist doch verständlich, war ja wirklich recht spät :]
Sämtliche Klamotten, die ich in meinen zwei Koffern mitgebracht hatte, passten locker in den Schrank und die Kommode, die - nebst Bett und Schreibtisch - bereits im Zimmer vorhanden waren.
Björn kündigte sich per Email zu halb Fünf an, und sagte, er könne mir dann mit dem Auto erstmal Princeton zeigen und mich gern wo hinfahren. Doch erstmal hieß es für mich: Mittagessen. Doch was? Und wo?
Völlig fremd in der Stadt (im Land!) hab ich mich einfach auf die Socken gemacht und bin mit dem Fahrrad (freundliche Dauerleihgabe von Markus, danke nochmal an dieser Stelle: Es hat sich von Anfang an bezahlt gemacht) die Nassau St. auf und abgefahren, was Princetons "Zentrum" ist. Dort fand ich zwar nicht den BurgerKing, den ich ursprünglich angepeilt hatte (der war wohl zu gut versteckt), aber ein Kiosk mit eingebauter Frittenbude tats genauso gut: Hamburger n Fries, 'ne Flasche 7up - das typische Mittagessen in diesem Land? Zumindest hats geschmeckt.
Nachmittags, als Björn dann von der Arbeit kam, sind wir erstmal einkaufen gefahren, damit ich mir ein paar Grundnahrungsmittel (Bier und Wein - nein Scherz) kaufen konnte, um morgens gepflegt frühstücken zu können etc. Dann fuhren wir auf meinen Wunsch noch zu einem Baumarkt, wo ich mir dann einen schönen flauschigen Bettvorleger gekauft habe - das war irgendwie ein MUSS: Damals, als ich '93 mit meinen Eltern und meiner Schwester unsere ehemaligen Nachbarn in Chicago besucht habe, hatten diese einen superflauschigen Luxusteppich in der gesamten Wohnung. Das prägte sich damals als eindeutige Assoziation ein: Weißer flauschiger Teppich -> USA. Es ist zwar jetzt nur ein kleiner Bettvorleger, und dieser hier ist sicher nicht so flauschig, aber es ist ein Anfang :)
Abends dann wollten die zwei noch losfahren und ihre Wäsche waschen, und fragten mich, ob ich mitwolle. Da mir das früher oder später auch noch blühte, bin ich mitgefahren, um mir mal ein Bild zu machen von der Laundry, und wie die Dinge dort laufen. Es war einer der typischen Waschsalons, wie man sie auch aus den Filmen kennt. Während des Hauptwaschgangs sind wir dann Asiatisch essen gegangen (es war thai food soweit ich weiß?). Sehr Lecker.
(Die soll bitte jeder nutzen!)
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Tach Christian, coole Homepage hast ja ne ganze menge Erlebt. Halt die Ohren Steif! Bis die Tage!