11 Wochen USA - Ein Reisebericht

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Von Christian Dankbar










02.10.2005 - Let's rock! (Anreise)


Strahlend blauer Himmel am Morgen des zweiten Oktobers. Kein Wölkchen am Himmel. Um halb Zehn gings los: Mein Kollege Björn hat sich bereiterklärt, mich mit seinem 320i zum Flughafen zu bringen.

Flughafen Düsseldorf

Luftbild des Düsseldorfer Flughafens

Die A31 war fast leer, und so ging es zügig voran. Am Flughafen ging soweit auch alles glatt: Kaum Warteschlangen, genügend Zeit, einzuchecken und die nötigen Sicherheitskontrollen (zwei an der Zahl, frage mich, warum eine nicht gereicht hat?) zu passieren und sich in aller Ruhe in den Airbus A320 der British Airways Richtung London Heathrow zu setzen.

Der Airbus hatte schon bessere Tage gesehen muss ich sagen, und der Flug war recht holprig, abgesehen davon, dass er eine halbe Stunde Verspätung hatte. Das ein oder andere Luftloch hat mich während des Fluges schnell dazu gebracht, mich nicht unbedingt auf den Anschlussflug zu freuen - Achterbahn-Freaks mögen da anders denken, aber ich stehe nicht so auf permanentem Up-and-Down mit Dauer-Kribbeln im Bauch. Aber eh ich mich versah, setzte die Maschine auch schon wieder zur Landung an, und zum ersten Mal in meinem Leben betrat ich die Königliche Insel :)
Der Flughafen London Heathrow ist ziemlich groß. Ich musste von meinem Ankunftsterminal Nr. 1 zum Terminal 4. Das ging am besten mit dem Shuttle-Bus, der mir dann quasi als netten Nebeneffekt eine Gratis-Sightseeingtour quer durch den Airport lieferte.

Anm.: Seit Ankunft in Terminal 1 kann ich sagen: Jetzt habe auch ICH einmal einen Windows Bluescreen auf einem Abflugsmonitor gesehen! :-))

Angekommen im Terminal 4 galt es für mich, die nächsten vier Stunden mit Warten zu verbringen, da mein Anschlussflug erst um 18:40h ging.

British Airways Boeing 777

London Heathrow: Sonnenuntergang über der Boeing 777 nach Newark

Der Anschlussflug mit der wesentlich größeren Boeing 777 war dann deutlichst angenehmer als der vorherige! Angenehm überrascht von Service und Komfort ließ ich mir den Flug so richtig gutgehen: Lasagne mit einem französischen Rotwein, Madagascar und Simpsons, Welt am Sonntag mit einem sehr interessanten Artikel, ab und zu ein entspannter Blick aus dem Fenster, dem Sonnenuntergang entgegen, ließen mich den Flug angenehm überstehen. Das einzig nervige war der einzige Schnarcher im gesamten Flugzeug, der natürlich links neben mir saß.. Man glaubt es kaum, aber der hat (ungelogen) sowohl den Start in London als auch die Landung in Newark verpennt! Im Gegensatz dazu war der Adrenalinpegel bei mir so ziemlich am Anschlag, zumal das Flugzeug bei der Landung nach dem Aufsetzen dermaßen ins Schlingern kam, dass ich dachte "Jetzt ist's soweit!" Der Pilot hat die Kurve aber noch so gerade gekriegt, und Minuten später befand ich mich als erste Amtshandlung in den USA bei einer der Lieblingsbeschäftigungen der Amis: Schlangestehen :)

Nachdem ich sämtliche konfusen Fragen des Einreisebeamten beantwortet hatte (der konnte Fragen fragen!), schnappte ich mir mein Gepäck und machte mich auf zum AirTrain, der die Flughafen-Terminals und den Bahnhof Newark Airport verband - Erinnerte mich stark an Düsseldorf, auch dort gibt es sowas ähnliches. Nur das hier alles irgendwie größer ist. Am Bahnhof angekommen zog ich mir per Credit Card (ALLES geht hier mit CC) ein Ticket nach Princeton Junction und begab mich zum Gleis 5. Als ich bei der Gelegenheit erstmalig an die frische Luft kam, durfte ich zu meiner positiven Überraschung feststellen, wie warm es trotz fortgeschrittener Uhrzeit es immer noch war! Sogleich rauschte auch schon der Zug in den Bahnhof, und ab ging die Post.

Zugfahren in den USA ist irgendwie genau wie ältere Nahverkehrszüge in Deutschland: Laut, zugig, ungemütlich und es stinkt permanent nach heißgelaufenen Bremsen und altem Schmierfett. Nach gut einer halben Stunde Fahrt schallte es dann endlich "Princeton Junction next stop, Prrrrrrincetooon Junnnnnctionnnnn" aus den Lautsprechern, und ich war erlöst. Markus erwartete mich an den Gleisen und empfing mich mit einem warmen Händedruck. Mit dem Auto brachte er mich und mein Gepäck zur 265 Ewing Street, was von da an mein zu Hause für die nächsten elf Wochen werden sollte.

Thomas, mein Vermieter und gleichzeitig auch Mitbewohner, empfing uns abends nach Elf Uhr Ortszeit im ersten Stock, wo ich in meinem Zimmer zu meiner Freude ein frisch bezogenes Bett vorfinden durfte. Nach einem kleinen Gespräch und einem kleinen Abstecher ins Internet hab ich mich dann auch recht zügig zum Schlafen gelegt, denn wie man sich vorstellen kann, war ich nach dem Trip echt fertig. Mir schwankte schon der Boden unter den Füßen.. ob vom Wein, vom Fliegen oder einfach nur, weil mein Körper schon bei 7 Uhr morgens war, obwohl es erst 1:00 Uhr Ortszeit war - man weiß es nicht.




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